Der Inglinge Hügel

Vor etwa 1500 Jahren liess hier ein mächtiges Geschlecht ein Grabmonument für seine Ahnen errichten. Oben auf das Monument setzte man einen hohen Stein und eine Steinkugel. Diese war mit eleganten Schlingenmustern verziert. Die Steine hiessen im Volksmund "der Thron des Virdakönigs". Das Grabmonument selbst nennt man heute Inglinge Hügel.

Als der Inglingehügel angelegt wurde, war das Gebiet schon seit vielen hundert Jahren als Friedhof benutzt worden. Es gibt insgesamt ca. 130 Gräber. Das älteste, ziemlich beschädigt und nordwestlich des Inglingehügels gelegen, wurde möglicherweise schon in der Bronzezeit, vor etwa 3500 Jahren errichtet.

Der Inglingehügel selbst und einige darum herum liegende Gräber stammen aus der Mitte des 1. Jahrhunderts n.Chr. In seiner Monumentalität kann der Inglingehügel durchaus mit den grossen Grabhügeln Mittelschwedens z.B. den Königshügeln in Uppsala oder dem Anundhügel in Västerås vergleichen werden. Diese grossen Hügel dienten mehreren Zwecken. Zum einen wiesen sie den Platz als heiligen Ort aus, der der Verehrung der Ahnen und religiösen Zeremonien vorbehalten war. Sie waren aber auch religiöses sowie weltliches Machtsymbol der Könige, dessen Ahnen unter diesen Hügeln ruhten.

Einige Forscher meinen, dass man auf dem Inglingehügel versammlungen (Thing) abgehalten hat. Man weiss, dass das auf anderen grossen Hügeln der Fall gewesen ist. Tatsächlich hat bis 1926 ein Thing in Ingelstad stattgefunden, allerdings nicht auf dem Hügel.

In den dreiziger Jahren untersuchte der Archäologe Erik Floderus vier der Gräber. Alle enthielten Reste der Scheiterhaufen, auf denen die Leichen verbrannt worden waren. Drei der Gräber waren aus der Wikingerzeit, 800-1050 n.Chr., eines war älter und stammte aus dem 8. Jahrhundert.

Auf diesem Gräberfeld sind ovale Steinsetzungen die häufigste Grabform. Die flachen Gräber sind entweder ganz mit Steinen bedeckt, oder es sind nur deren Begrenzungen mit Kantsteinen markiert. Ausserdem gibt es drei kleinere Hügel und zwei Schiffssetzungen. Die Kantsteine der Schiffssetzungen stellen die Reling eines Schiffes dar. Drei weitere Gräber sind lediglich durch jeweils einen aufrecht stehenden Stein markiert.

 

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