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Blodberget ein tausendjähriger Friedhof.
Eine weitere Erklärung für den Namen Blodberget ist, dass es einst ein heiliges Wäldchen beim Berg gegeben haben soll. Hier wurden Tiere den heidnischen Göttern geopfert. Im Beginneren soll es einen Saal mit einem Altar gegeben haben. Hier herrschte der Trollkönig, Puke. Das Wort Puke stammt vom Teufel selbst. Die Bländasage wurde lange Zeit als historischen Wahrheit aktzeptiert. Sie war in Wirklichkeit aber von dem Kleinindustriellen auf Huseby, Petter Rudebeck (1660 - 1710) erfunden, um die Vergangenheit Smålands zu verherrlichen.
Die toten, die hier oben auf dem "Blutberg" ruhen, wurden vor Ihrer Grablegung verbrannt. Angetan mit ihren besten Kleidern und versehen mit Speisen und Haustieren gingen sie ins Totenreich ein. Die Reste der Scheiter haufen wurden danach von einem Grabhügel bedeckt. Allerdings waren es nur die wohlhabenden freien Männer und Frauen der Gegend, die eine solch stattliche Beisetzung erhielten. Der Blutberg diente vor 1500 bis 1000 Jahren, während der jüngeren Eisenzeit, als Friedhof.Sowohl die Gräber als auch der Name des Ortes, Odensjö (Odins See), erinnert an die ausgehende vorchristliche Zeit. Odin war der bedeutendste der Asagötter, und der Name Blutberg oder Blutbucht, wie die Bucht hier vor uns heisst, lassen an blutige Opferriten denken. Doch ist die vorchristliche Herkunft dieser Namen nicht gesichert. Der grosse Grabhügel im südlichen Teil des Gräberfeldes stammt aus der Bronzezeit, vor 3000 Jahren, alle übrigen Gräber aus der jüngeren Eisenzeit. Die meisten sind runde Hügel. Es gibt aber auch ein dreikantiges Grab. Hier sind die drei Ecken zu langen, schmalen Spitzen ausgezogen. In der Mitte des Grabes steht ein Stein. Im südwestlichen Teil des Gräberfeldes, direkt am Abhang, liegt ein etwa zwei Meter langer Stein. Er stand ursprünglich aufrecht und gab die Stelle eines Grabes an. wenn dieser Stein ins Wasser hinabgleitet soll, der sage nach, die Welt untergehen.
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