Brüstung am Teerauslauf 

Teerkochen am Teerauslauf  (Tjärdal) 

 Schon seit der Frühgeschichte ist der Baumteer als ein ausgezeichnetes Mittel zum Imprägnieren von Holzprodukten, die dadurch vor dem Verrotten geschützt werden, bekannt. In dem steinigen Småland konnte man so das karge landwirtschaftliche Einkommen aufbessern. Außerdem benötigte man den Baumteer zum imprägnieren der Scheunentore, Stulpen, Pforten, Wagen usw.. Einen Teerkocher gab es fast  in  jedem Dorf. Die für die Herstellung von Teer notwendigen Kiefern zu fällen und die Wurzeln auszugraben war eine Angelegenheit des ganzen Dorfes. Nachdem das Holz gehackt und gestapelt war, wurde es komplett mit Weismoos dessen Wurzeln nach unten gelegt wurden, abgedeckt. Darauf wurden mindestens 5 cm Erde gepackt, um das Austreten des Rauches zu verhindern. An der Oberkante wurde das Ganze dann entzündet und mittels eines Blasebalgs das Feuer in Gang gehalten. Der "Tjärdal"(Teerauslauf) lag unterhalb des Holzhaufens und durch eine Rinne konnte der Teer nach unten ablaufen. Hier wurde er dann in Töpfen oder Tüten aus Fichtenrinde aufgefangen. Natürlich gab es genügend Fachkundige die den Anderen beibringen konnten wie es richtig gemacht wird. Und schnell lernte man, daß immer einer zur Stelle sein mußte, denn immer war ein Feuer in Gang, das ohne Aufsicht alles zu Nichte machen konnte. 

Mehr Sehenwurdigkeiten finden Sie hier und auf die Karte hier hat teerkochen in Tjärdal  Bezeichnung E41

Aktualisiert  2002-02-23